Jürgen Seydel verstorben
Mit großem Bedauern musste das Karate-Dôjô Makoto erfahren, dass Jürgen Seydel, der Karatepionier des deutschen Karate, am gestrigen Tag (03. August 2008) verstorben ist.
Jürgen Seydel begann im Jahre 1939 das Studium des "sanften Weges" (Judo) an der Universität in Bonn. Im Jahre 1955, zwischenzeitlich leitete er eine Judogruppe in Bad Homburg, erfuhr er durch eine französische Zeitschrift von der Kampfkunst "Karate".Kurzentschlossen reiste er nach Paris um diese Kunst zu erlernen und eröffnete im Jahre 1957 das erste Karate-Dôjô in Bad-Homburg. Aufgrund der Ermangelung an qualifizierten Trainern lehrte er Karate aus einem Lehrbuch von Henry Plee sowie dem Wissen, welches er sich auf verschiedenen Lehrgängen erworben hatte. Im Jahr 1959 legte er die Prüfung zum Shodan (1. Dan) ab. Bis 1965 war Jürgen Seydel der einzige deutsche Dan-Träger.
Nachdem Jürgen Seydel den 'Deutschen Karate Bund' (DKB) gegründet hatte, holte er in der Folgezeit viele verschiedene und große japanische Meister nach Deutschland. So unter anderem: Kase, Shirai, Enoeda und Kanazawa.
Um Karate populärer zu machen suchte er nach prominenten Unterstützern, die er unter anderem im 'King of Rock 'n' Roll' Elvis Presley fand.
Jürgen Seydel wurde für seine Verdienste um das Karate das Bundesverdienstkreuz von Bundespräsident Richard von Weizäcker ausgezeichnet.
Oss Jürgen Seydel
(Quelle: http://www.budoworld.net)
